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Spatenstich für Tagesheimstätte und SPZ Gleisdorf

Spatenstich für Tagesheimstätte und SPZ Gleisdorf  

Das Wetter hält sich bekanntlich nicht immer an den Kalender. Und wenn auch gestern aus astronomischer Sicht der Frühling begonnen hat, blieb der Erdboden gefroren. Keine idealen Voraussetzungen für eine Spatenstichfeier, wie die Beteiligten am Bau der neuen Gleisdorfer Sonderschule erfahren mussten.

Die Werkzeuge in das harte Erdreich hinter der Europa-Hauptschule zu rammen, kostete die Spatenstecher rund um Bürgermeister Christoph Stark und Franz Wolfmayr, Geschäftsführer der Chance B, sichtlich Mühe – und einen der Spaten sogar das Leben. „Mit dem Frühling haut’s zwar noch nicht so hin, mit dem neuen Projekt aber schon“, nahm’s Wolfmayr gelassen. Kein Wunder, mit dem Bau der neuen Allgemeinen Sonderschule geht für die Chance B ein seit Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung. Vier Schulklassen und zwei Gruppen einer neuen Tagesheimstätte soll das Gebäude ab Sommer 2008 beherbergen.

Am 3,1-Millionen-Euro-Projekt finanziell beteiligt sind neben der Stadt Gleisdorf und der Chance B auch die 20 Schulsprengelgemeinden der Umgebung. Die Erhaltung des Schulbetriebs wird von allen 54 Kommunen des Bezirks unterstützt. Von einem „sehr erfreulichen Tag“ sprach Bürgermeister Stark mit Blick auf die lange Geschichte des Projekts.

Tagesheim im ersten Stock

Rund 1600 Quadratmeter Raum werden es sein, die im neuen Bau genutzt werden können. Verantwortlich für die Gestaltung zeichnet Reinhold Tinchon, Grazer Architekt mit Gleisdorfer Wurzeln. Wie berichtet, wird der Sonderschulbetrieb im Erdgeschoss untergebracht, in den ersten Stock siedelt die neue Tagesheimstätte, die von der Chance B finanziert wird.

Eine ähnliche Einrichtung für Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen wird seit mehreren Jahren erfolgreich in Pischelsdorf betrieben. 14 Klienten können nun auch in Gleisdorf aufgenommen und betreut werden. Der Bedarf dafür scheint vorhanden. „Zwölf der Plätze sind jetzt schon vergeben“, sagt Chance B-Geschäftsführerin Regina Senarclens de Grancy.

Wie man so ein Haus am besten baut, zeigten die Sonderschüler in einer Darbietung selbst vor. Der Bauzeit-Rekord von eineinhalb Minuten dürfte ihnen nicht zu nehmen sein.

GÜNTER PILCH - Kleine Zeitung Regionalredaktion Weiz

Mo. 26. Mär. 2007