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LAbg. Edith Zitz zu Gast bei der Chance B-Arbeitsvermittlung

 

Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen haben meist eines gemeinsam – das Ziel, zu arbeiten. Bei einem Workshop von LAbg. Edith Zitz mit dem Chance B Team der Arbeitsvermittlung ging es um die entsprechende Sensibilisierung und den fachlichen Austausch.

Letzten Donnerstag besuchte die Asylexpertin LAbg. Mag.a Edith Zitz anlässlich eines Workshops im Gleisdorfer Businesspark zum Thema „Arbeitsintegration von Personen mit Migrationshintergrund“ die Chance B. Dabei stellte sich das Team der Arbeitsvermittlung mit seinen gesamten Leistungen vor: Im Auftrag von Bundesssozialamt, AMS und Land Steiermark reicht die Spanne vom Clearing für junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren über die Arbeits- und Berufsausbildungsassistenz bis hin zur Arbeitsberatung und zum Job-Coaching bzw. zum Arbeitstraining. Im jahrelang gewachsenen Netzwerk mit den oststeirischen Wirtschaftsbetrieben und in bester Kooperation mit den weiteren sozialen Diensten werden pro Jahr an die 900 Kundinnen und Kunden beraten und begleitet - mit dem Ziel, sie fit für den Arbeitsmarkt zu machen. „Im Jahr 2009 konnten trotz erschwerter wirtschaftlicher Situation in den Betrieben wiederum 207 Personen auf einen Arbeitsplatz vermittelt werden – das benennen auch unsere Auftraggeber als großen Erfolg,“ erklärte Mag.a Eva Skergeth-Lopič, Geschäftsführerin der Chance B.

Barrieren am Arbeitsmarkt

Edith Zitz ist neben Ihrer politischen Funktion fachliche Expertin zum Thema Asylrecht, Integration und Migration und als Vortragende und in der Beratung tätig bei „xenos-Verein zur Förderung der soziokulturellen Vielfalt“. „Migrantinnen und Migranten sind ebenso wie Menschen mit Behinderung oft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen“, sagte Zitz, „da wie dort geht es um Integration und darum, Ängste und Ausgrenzungen zu überwinden.“ Mit jüngsten Daten zum Einen und eindrucksvollen Beispielen von betroffenen Personen zum Anderen gelang die Annäherung an das Thema.

Integrationsmöglichkeiten

Danach ging es um die Integrationsmöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten in die Arbeitswelt: Wie gründe ich mein eigenes Unternehmen? Welche Voraussetzungen brauche ich, um unselbständig arbeiten zu können? Reicht eine von der Firma zu beantragende Beschäftigungsbewilligung und wie komme ich zu einer personenbezogenen Arbeitserlaubnis? Welche Ausbildungsmöglichkeiten habe ich? Diese und weitere Fragen wurden anhand von Beispielen erläutert und in Bezug zum Arbeitsfeld der Chance B Arbeitsvermittlung gebracht. Während EU-Bürgerinnen und Bürger sich auf die Grundfreiheiten des freien Kapital-, Dienstleistungs- und Personenverkehrs berufen können und so relativ leicht einen Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen, gestaltet sich das bei Migrantinnen und Migranten aus anderen Herkunftsländen zumeist viel schwieriger.

Mi. 26. Mai. 2010