Chance B
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Dr. Günter Klug, Leiter des Psychosozialen Zentrums Graz Ost, erläutete, dass psychische Probleme der zweithäufigste Grund von Pensionsanträgen sind.
Die erschwerten Arbeitsbedingungen und der enorme Arbeitsdruck in den Betrieben bewirken Burnout und Depressionen, sodass selbst arbeitsfähige Menschen im fortgeschrittenen Alter immer öfter in die Arbeitslosigkeit fallen, so Gottfried Walter, Regionalstellenleiter des AMS-Gleisdorf.
Arbeitslosigkeit ist volkswirtschaftlich sehr teuer, und arbeitslose Personen mit psychischen Belastungen haben große Probleme wieder in den Arbeitsmarkt zu gelangen.
Dieser Problematik muss man daher vorzeitig begegnen, so der Arbeitspsychologe der AUVA, Mag. Rupert Mandl. Prävention bedeutet, Arbeit und Arbeitsumfelder zu schaffen, die für „Durchschnittsmenschen“ aushaltbar sind. Die AUVA hat gute, bereits bewährte Konzepte der Stressprävention und betrieblicher Gesundheitsförderung, hat aber dazu keinen gesetzlichen Auftrag.
Das Bundessozialamt hat die Notwendigkeit von Prävention erkannt und bietet mit der Servicestelle „Arbeit und Gesundheit“ ein Beratungsangebot für Menschen mit gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz an.
Es gibt bereits hervorragende Konzepte, die Politik sollte die dringende Notwendigkeit erkennen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, da sich die Problematik laut ExpertInnenauskunft in Zukunft noch drastisch verschärfen wird.
Mo. 13. Jun. 2005