Chance B
Franz-Josef-Straße 3
8200 Gleisdorf
Tel. 03112-4911
Fax 03112-4911-8399
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"This project has been financed with support from the European Union's PROGRESS Programme VP/2010/005. Budget line 04-04-01-01 Projects contributing to exchange of good practices."
Mit September 2011 startete am Bio-Bauernhof der Chance B in Labuch ein länderübergreifendes, einjähriges EU Projekt. Sieben Organisationen aus Slowenien, Serbien, Kroatien, Österreich und den Niederlanden tauschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen über den landwirtschaftlichen Sektor aus. Es wird gemeinsam eine Schulung entwickelt, die in Form von Workshops während der Projekttreffen in Slowenien, Österreich und Serbien erarbeitet und erprobt werden. Koordiniert wird dieses Projekt vom Ausbildungs-, Berufs- und Pflegezentrum Draga in Slowenien. Die Europäische Kommission fördert dieses Projekt im Rahmen des Programms für Beschäftigung und soziale Solidarität der EU, PROGRESS.
Seit November werden die Schulungen nun am Bauernhof der Chance B Labuch durchgeführt. Themen sind: biologischer Obstanbau und Verarbeitung, offener und geschützter Gemüseanbau und Verarbeitung sowie Arbeiten im Forstwesen. Den TeilnehmerInnen werden die Grundarbeiten sowohl in Theorie als auch in Praxis in diesen Bereichen vorgestellt.
Neben den stark landwirtschaftlich geprägten Modulen, werden zusätzlich Themen wie „Sicherheit am Arbeitsplatz“, „Kommunikation“ sowie soziale Themen zur Vorbereitung am Arbeitsmarkt erarbeitet.
In den Tätigkeitsbereichen der Gärtnerei, Forst- und Landwirtschaft werden sowohl kognitive, emotionale und sensomotorische sowie konstitutionelle Fähigkeiten stimuliert. Soziale Fähigkeiten und Erfahrungen, die Beziehungen zum eigenen Selbst in physischer und psychischer Hinsicht werden erlebt und angeregt.
Zugleich stellen durch die konkreten Themen die Schulungen eine Vorbereitung zur Arbeitswelt dar: Arbeiten im landwirtschaftlichen und gärtnerischen Bereich müssen dann erledigt werden, wenn es die Natur vorgibt: Gießt man eine Pflanze z.B. nicht oder zu viel, kann man unmittelbar die Auswirkungen erkennen.
Die Methodik der Schulungen wurde bewusst offen gehalten: in Kleingruppen wird den Teilnehmenden auch in den theoretischen Stunden die Themen so Praxisnah wie möglich vermittelt. Eigene Erarbeitung, Miteinbeziehung aller Sinne (sehen, hören, fühlen, riechen) auf der einen Seite und der Umgang mit moderner Technik wie Computer auf der anderen Seite stehen im Vordergrund.
Anfang März trafen sich alle Partnerorganisationen zur zweiten Tagung in Österreich. Erfahrungen und Meinungen wurden in anregenden Gesprächen ausgetauscht. Die gemeinsame und unterschiedliche Herangehensweise und Methodenvielfalt wurden ebenso besprochen wie die tatsächlichen Chancen der TeilnehmerInnen am Arbeitsmarkt mit einer Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich.
Im Juni findet das finale Meeting in Petrovac na Mlavi (Serbien) statt. Die Ergebnisse der Trainings werden nochmals vorgestellt und in einem guide book in schriftlicher Form festgehalten.
Nähere Informationen erhalten Sie bei Frau Karoline Kreimer-Hartmann.