# KLUMP Logo
# [Chance B Logo]
# Logo Steirische Behindertenhilfe
# [INTOUCH Logo]

DER HINTERGRUND

Vernichtung und Widerstand

zurück

Tötung von Behinderten und Kranken ...

Als „unwertes Leben“ erachtet und zur „rassischen Aufartung des deutschen Volkes“, fielen der „T4-Aktion“, einer zentral organisierten Vernichtungsaktion, insgesamt mehr als 70.000 Menschen zum Opfer. Sie wurden zu Experimentierzwecken missbraucht und u.a. im Schloss Hartheim (OÖ), einem Nebenlager von Mauthausen, vergast.
Auch aus der „Heilanstalt für Geisteskranke des Reichsgaues Steiermark Feldhof“ in Graz wurden Behinderte und Kranke, später auch Kriminelle, Prostituierte und Waisenkinder zu ihrem Todesort gebracht, der nichts mit „Euthanasie“ (griech. „schöner Tod“) zu tun hatte, sondern eine Stätte des industriell durchgeführten Massenmordes war.

# Schloss Hartheim

# Wiederstand gegen die NS - Euthanasie


... und Widerstand

Einige wenige Menschen haben mutig gegen den Massenmord protestiert und im Widerstand gearbeitet.
Von der von Eichholzer organisierten Widerstandsgruppe stammt auch das einzige heute zumindest in Abschrift erhaltene Flugblatt zur Aufklärung über die Morde an behinderten Menschen, PatientInnen am Feldhof in Graz und am Steinhof bei Wien.

Herbert Eichholzer, einer der Entwerfer des Spielzeugs KLUMP, wurde 1943, vor genau 60 Jahren, von der Todesmaschinerie des Dritten Reiches aufgrund seiner Tätigkeit im Widerstand ermordet. Anna Neumann, die die Bemalungen des Spielzeugs ausgeführt hat, wurde am selben Tag wie Eichholzer verhaftet und zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt.


Abschrift des Flugblatts (1940)